Sex und Identität: MDR mit Programmschwerpunkt für Vielfalt und Diversität

Leipzig (ots) – Vor 20 Jahren trat am 1. August das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft. Das nimmt der MDR zum Anlass, sich mit dem Programmschwerpunkt „Gemeinsam sind wir Vielfalt“ für mehr Diversität einzusetzen, u.a. mit der MDR WISSEN-Dokumentation „Sex und Identität – Eine diverse Geschichte“ – die bereits vorab in der ARD Mediathek und am Sonntag, 25. Juli, um 22.00 Uhr im MDR-Fernsehen zu sehen ist.

Genderfluid, genderqueer, trans- oder crossgender, bisexuell oder pansexuell – die Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen werden immer vielfältiger. Für viele Menschen ist das offensichtliche Geschlecht nicht mehr der Maßstab ihrer Identität. Doch wie viele Geschlechter gibt es wirklich? Brauchen wir unsere „klassischen“ Geschlechterrollen Mann und Frau nicht mehr? Und warum hadern immer mehr junge Menschen mit ihrem Geschlecht? Die MDR WISSEN-Dokumentation „Sex und Identität – Eine diverse Geschichte“ (25.7., um 22.00 Uhr im MDR-TV und in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/video/mdr-wissen/sex-und-identitaet-eine-diverse-geschichte/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9lYTMwZjI2Yy1hYjFlLTQzNWItOWQ5Zi05ZDJhMzhjNjUxZmQ/)) geht diesen Fragen aus wissenschaftlicher Perspektive nach. Zu Wort kommen u.a. der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Alexander Korte, Experte für Geschlechtsidentitätsstörung und Transsexualität an der Münchner Uni-Klinik und der Genetik- und Hormonexperte Prof. Olaf Hiort, der an der Universität Lübeck zur Geschlechtsentwicklung forscht.

Dass ein „Coming Out“ auch im 21. Jahrhundert noch zu vielen Problemen führen kann, zeigt die gleichnamige Dokumentation. Der Film von Denis Parrot macht aber auch deutlich, welche Chancen das Internet dabei bietet: Über Kontinente hinweg können Geschichten geteilt, Schicksale verstanden und ermutigende Worte ausgetauscht werden. „Coming Out“ läuft am 25.7. um 22.50 Uhr im MDR-TV und ist danach 90 Tage in der ARD Mediathek abrufbar.

Außerdem zeigt der MDR den Dokumentarfilm „Unter Männern – Schwul in der DDR“, der bei der Berlinale 2012 seine Premiere hatte und inzwischen das Prädikat „Besonders wertvoll“ bekommen hat. Wie wurde Homosexualität in einem Staat gelebt, der darin eine Gefahr für die sozialistische Gesellschaft sah? Regisseur Ringo Rösner lässt sechs Männer zu Wort kommen, die in aller Offenheit über ihre sozialen und intimen Erfahrungen sprechen. (25.7. um 23.55 Uhr MDR-TV und anschließend 30 Tage in der ARD Mediathek abrufbar.

Um Coming Out und Diversität geht es auch in der MDR SPUTNIK-Talkrunde „Friends of…“ mit Entertainer Nicolas Puschmann (schon jetzt in der ARD Mediathek und am 24.7. um 23.05 Uhr im MDR-TV). Puschmann, der als Deutschlands erster schwuler „Bachelor“ bekannt wurde, hat in diesem Jahr als Teil des ersten Männertanzpaars bei „Let’s Dance“ ein weiteres Mal Pionierarbeit für die queere Community geleistet. „Diversity – das ist für mich einfach das Wichtigste. Deshalb bin ich wirklich froh, dass wir diese Show hier machen – um das Queer-Sein zu normalisieren“, so Nicolas Puschmann über die „Friends of…“-Folge. Zusammen mit der Podcasterin Ricarda Hofmann begrüßt Nicolas Puschmann in der Sendung den Schauspieler Jochen Schropp, die erste „Princess Charming“ Irina Schlauch und Sängerin Leony. Mit dieser speziellen „Friends of…“-Ausgabe hat MDR SPUTNIK bewusst einen redaktionellen Schwerpunkt zum Thema „LGBTQI+“ gesetzt.

„LGBTQ in der Provinz – gefährliches Coming-Out“

Für die junge Reportage-Reihe „exactly“ hat MDR-Reporterin Carolin Haentjes den Altenburger Torge begleitet. Torge ist schwul und non-binär. Das heißt, er kann und will sich nicht als Mann oder als Frau einordnen. Damit stößt er in seiner Heimat häufig auf Missverständnis. Trotzdem lässt er sich nicht beirren und hat den ersten Christopher Street Day (CSD) in Altenburg organisiert. In der Reportage erzählt Torge, wie es ist in der Provinz offen als homosexueller Mensch zu leben und welche Hürden er bei der Planung des CSD bewältigen musste. Die Reportage „LGBTQ in der Provinz – gefährliches Coming-Out“ ist in der ARD Mediathek und auf dem YouTube-Kanal von MDR Investigativ abrufbar.

Zum Programmschwerpunkt zeigt das MDR-Fernsehen außerdem den Spielfilm „Mein Sohn Helen“ (26.7., 23.30 Uhr) und in der Sendereihe „nah dran“ die Dokumentation „Der ‚Schwulen-Paragraph‘ – Geschichte einer Verfolgung“ (29.7., 22.40 Uhr). Außerdem ist „Queer-sein und Christ“ ein Thema bei mdr.de/religion.

Der Perspektive lesbischer Frauen widmet sich MDR KULTUR im Radio. In der Gesprächssendung „MDR Kultur trifft“ (24.7., ab 11.00 Uhr) ist die Leipziger Dokumentarfilmerin Barbara Wallbraun zu Gast. Sie engagiert sich für verschiedene queere Film- und Festivalprojekte und stellt ihren Film „Uferfrauen. Lesbisches L(i)eben“ vor. Das Gespräch ist anschließend über mdr.de/kultur und die ARD-Audiothek abrufbar.

Im MDR WISSEN-Podcast „Meine Challenge“ fragt sich Reporter Max Heeke, was Mann tun kann, um zur Gleichberechtigung der Geschlechter beizutragen und Ungerechtigkeiten auszuräumen? (Ab 24.7. bei MDR WISSEN und in der ARD AUDIOTHEK).

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir Vielfalt“ bündelt der MDR das Angebot zum Programmschwerpunkt ab 24. Juli in der ARD Mediathek. Dort sind auch der Spielfilm „Aus der Haut“ (2015) und die „nah dran“-Reportage „Aufwachsen mit zwei Vätern“ zu finden.

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Quelle: ots

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