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Rock | Veröffentlicht 28.08.2006 | Chrysalis UK (EMI) |
Robbie Williams ist ein waschechter Popstar. Er hat eine höchst erfolgreiche Boyband verlassen, sich verschiedenen Rauschmitteln hingegeben und dann begonnen Soloalben aufzunehmen. Dies allein unterscheidet ihn erst einmal nicht von anderen. Allen Abgesängen zum Trotz hat der Frauenschwarm seit seinem Solodebüt einen brillanten Popsong nach dem anderen veröffentlicht. Darüber hinaus ist der smarte Entertainer mit natürlicher Leichtigkeit alles andere als gewöhnlich, humorvoll und in besten Momenten gar reaktionär. Passend zu einer Persönlichkeit, die diese Höhen der Popkultur erreicht hat, beweist Williams mit außergewöhnlichen Projekten wie „Swing When You’re Winning“ ein wahres Goldhändchen. Hätten sich andere an einer musikalischen Verbeugung vor Swing und Frank Sinatra gewagt, wären sie entweder gescheitert oder als träumerische Exoten aus der obersten Popetage verjagt wurden. Nicht aber Mr. Williams: Schon nach wenigen Minuten vergisst man Ol’ Blue Eyes und Kumpanen und hat nur noch Ohren für den nonchalant swingenden Entertainer aus dem englischen Staffordshire. Zeitlose Songs wie „Mack The Knife“ oder das wunderbar dramatische „I Will Talk And Hollywood Will Listen“ singt das Ex-That That Mitglied mit gebührendem Charme und Humor. Gleichzeitig kommt es, dank moderner Studiotechnik, zum Duett mit Frank Sinatra, dessen Geist über hörbar über das Projekts schwebt: „It Was A Very Good Year“ sorgt für Tränen und für ein Lächeln zugleich. Wenn Frankie diese Performance von Robbie hören könnte, würde er bestimmt eine Planstelle im famosen Rat Pack für ihn freimachen.
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